Blei im Trinkwasser

Blei im Trinkwasser

Ein Problem der Hausinstallation!
Der für Trinkwasser zugelassene Grenzwert für den Bleigehalt wurde stufenweise bis zum Jahr 2013 auf 10 µg/l (Mikrogramm pro Liter) gesenkt. Der durchschnittliche Bleigehalt des Trinkwassers in der Verbandsgemeinde Betzdorf liegt bei < 1 µg/l.

Das heißt also:
Von unserem Trinkwasser kann keinerlei Gefahr durch eine überhöhte Bleibelastung ausgehen.

Anders kann das allerdings in Gebäuden sein, bei denen die Hausinstallation noch ganz oder teilweise aus Bleirohren besteht.

Wie bereits häufig durch die Medien bekannt gemacht wurde, ist tatsächlich von einer hohen Bleibelastung des Wassers auszugehen, wenn Trinkwasser über längere Zeit in Bleirohren gestanden hat. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere und Ungeborene sind durch eine kontinuierliche Aufnahme von bleibelastetem Trinkwasser gesundheitlich gefährdet.
Daher sollten Bleirohre gegen Rohrleitungen aus anderen Materialien ausgetauscht werden.

Wie prüfe ich, ob noch Bleirohre installiert sind?
Hausinstallationen dürfen seit 1973 nicht mehr mit Bleirohren verlegt werden. Somit kommen Neubauten ab diesem Zeitraum nicht in Betracht.
Bleirohre erkennt man am Klang: schlagen Sie mit einem Schraubenzieher daran. Es klingt dumpf, nicht metallisch wie beispielsweise bei Kupfer. Außerdem sind Bleirohre leicht gebogen, vom Material her weich und sehen gräulich aus. Ritzen Sie das Rohr mit einem metallenen Gegenstand leicht an, wird diese Stelle silberglänzend. Stahlrohre sind im Gegensatz zu Bleirohren magnetisch.

Abhilfe schaffen ist unter Umständen mit Unannehmlichkeiten und finanziellem Aufwand verbunden, doch es gibt Möglichkeiten:

Ihre Hausinstallation besteht noch ganz oder zum Teil aus Bleirohren?
Bis 2012 sollten alle Bleileitungen in der Hausinstallation gegen ein anderes Material getauscht sein.
Fragen Sie Ihren Installateur! Installateurverzeichnis
Ein Austausch gegen hochwertiges Kupfer oder Kunststoff im Zuge der nächsten Renovierung ist zwar mit Kosten und vielleicht zusätzlichem Schmutz verbunden, bietet aber Sicherheit.

Wie schützen Sie sich?
Das Wasser reichert sich erst durch längere Stagnation mit Blei an.
Daher sollten Sie zur Nahrungszubereitung soviel Wasser ablaufen lassen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Fangen Sie das ablaufende Wasser auf; es kann zum Blumen gießen oder Putzen verwendet werden.
Auf den Einbau von wassersparenden Küchenspülarmaturen sollten Sie verzichten.
Diese fördern die längere Verweildauer und damit Anreicherung des Wassers.
Ebenso ist der Einbau von Filtern nicht empfehlenswert. Filter halten Schwermetalle wie Blei nur teilweise zurück und verkeimen sehr schnell – sind also sehr wartungsbedürftig.

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