Die Geschichte der Ortsgemeinde Scheuerfeld

Die Geschichte der Ortsgemeinde Scheuerfeld

In der Haigerurkunde vom 24. April 914 trat Scheuerfeld als "Sciurevelt" (sprich: Schürfeld) bei der Grenzbeschreibung zwischen dem Haigergau und dem Auelgau ins Licht der Geschichte.

Aus den ersten urkundlichen Erwähnungen als "Sciurevelt" in der Haigerurkunde von 914 und der dazu ergangenen Ergänzung aus dem Jahr 1048 bildete sich nach und nach der heutige Ortsnamen "Scheuerfeld" heraus. Im Jahr 1488 nehmen Wolff und Wilhelm von Selbach (aus dem Geschlecht der Selbacher) von "Gerlachs Henne von Schürfelden" einen Gutsanteil der Scheuerfelder Höfe, den sie vom Grafen von Sayn als Mannlehen entgegennahmen. Im Jahr 1745 spricht man von insgesamt vier Scheuerfelder Höfen. Neben den drei Urhöfen (Oberscheuerfelder Hof, Beerhof und Niederscheuerfelder Hof) wird noch der Hintenhof erwähnt. Diese waren allesamt Junkerngüter und als solche steuer- und abgabenfrei. Mit Datum vom 17. Dezember 1781 wurde ein Vertrag zugunsten Scheuerfelder Bürger zwischen der Saynischen Verwaltung Altenkirchen und dem damaligen Ortsvorsteher Johann Kötting über das Hofgut Muhlau geschlossen, welches am 1. Januar 1786 durch Kauf an die Pächter überging. Die Inbetriebnahme der Eisenbahn durch das Siegtal im Jahr 1861 und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung ließ die Einwohnerzahl des Ortes stark ansteigen. Während 1845 noch 215 Einwohner gezählt wurden, waren es im Jahr 1900 bereits 670 Einwohner. Bereits 1904 erhielt der Ort seine erste Wasserleitung und im Jahr 1923 erfolgt die Versorgung mit Elektrizität aus der Turbine der damaligen Papierfabrik Berger. Im Jahr 2014 kann die Gemeinde Scheuerfeld ihr elfhundertjähriges Bestehen nach der ersten Erwähnung in der Haigerurkunde von 914 feiern.

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