Die Geschichte der Ortsgemeinde Steinebach

Die Geschichte der Ortsgemeinde Steinebach

Die Geschichte der Ortsgemeinde Steinebach

Die Suche nach der urkundlichen Ersterwähnung gestaltet sich für die Gemeinde Steinebach/Sieg (Kreis Altenkirchen) schwierig. Immer wieder gab und gibt es nämlich Verwechslungen mit Steinebach/Wied bei Dreifelden (Westerwaldkreis). Um Klarheit bei der Zuordnung zu schaffen, wurde 1987 die offizielle Bezeichnung Steinebach/Sieg eingeführt. Die gesicherte Stammfolge derer von Steinebach (Kreis Altenkirchen) beginnt mit Wiprecht von Steynebach, der unbestimmte Zeit vor 1341 starb. Eine weitere ältere Urkunde benennt Hen Steube von Stentenbach, der 1469 Schöffe am Gericht in Gebhardshain war. Seit Alters her gehörte unser Steinebach zur Reichsgrafschaft Sayn-Altenklirchen. Von 1803 bis zum Wiener Kongress 1815/16 waren die Herzöge von Nassau unsere Landesherrn. Danach begann die Zugehörigkeit zum preußischen Landkreis Altenkirchen. Das 1668 errichtete Haus Eckel an der unteren Bergstraße gilt als das älteste erhaltene Wohnhaus des Dorfes. Urkundlich belegt ist der Erzbergbau im Bereich Steinebach bereits vor 1800. Die in Wald und Flur noch vorhandenen Schürflöcher (Pingen) deuten allerdings auf weitaus früheres bergbauliches Schaffen. Vor allem die Grube Bindweide mit ihrer zeitweise 800-köpfigen Belegschaft stand über viele Generationen unter Dampf. Meist im Nebenerwerb betrieben die Bergmannsfamilien Landwirtschaft. 1872 ereignete sich auf Grube Bindweide das wohl schwerste Unglück mit 14 toten Bergleuten. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise kam 1931 die letzte Förderschicht. Doch nach über 50-jähriger Betriebsruhe gingen auf der alten Stollensohle die Lichter plötzlich wieder an: Nach umfangreicher Sanierung öffnete die Anlage 1986 als Besucherbergwerk. Die ehrenamtlichen Aktiven des Bergwerks-Fördervereins führen jährlich einige Tausend Gäste in Steinebachs Untertagewelt. Einen Wandel erfuhr auch die frühere Krupp`sche Schmiede, auf deren Grundmauern 1961 die Dorfkirche "Sankt Barbara" entstand.
Auf dem Foto sind zwei Blickpunkte in zentraler Ortslage von Steinebach zu sehen: Das 1891 errichtete Gebäude der früheren Volksschule und die sogenannte Denkmaleiche.

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