Die Geschichte der Ortsgemeinde Steineroth

Die Geschichte der Ortsgemeinde Steineroth

Die Geschichte der Ortsgemeinde Steineroth

Die erste bekannte urkundliche Erwähnung der Ortsgemeinde Steineroth datiert aus dem Jahre 1438.

Gerhard von Selbach stellt dem Grafen von Nassau einen Lehnsrevers aus, u. a. über Güter, die er in Steineroth gekauft hat. Im Jahre 1667 zählte man in Steineroth elf Feuerstätten (Häuser), was etwa der Zahl von 55 Einwohnern entspricht. Der erste Schulunterricht wurde im Jahre 1798 im gemeindeeigenen Schulzimmer erteilt, welches sich im Hirtenhaus befand. Im Jahre 1860 begann die Blütezeit des Fuhrwerkverkehrs, wobei Hufschmiede, Stellmacher und drei Wirtsleute ihren Verdienst fanden. Ein wichtiger Meilenstein ist das Jahr 1880, wo der Abbau des Basaltes auf dem "Steinerother Kopf" begann. 80 Arbeiter waren in den Basaltbrüchen beschäftigt, wobei der Ort Steineroth damals 270 Einwohner zählte. Der Basaltabbau dauerte bis zu seiner Stilllegung im Jahre 1964. Im Jahre 1954 wurde in Eigenleistung durch Bewohner von Steineroth nach dreijähriger Bauzeit die St. Petrus Kirche eingeweiht, die den Dorfmittelpunkt darstellt. Weitere wichtige Meilensteine waren die Jahre 1886 (Bau eines Dorfbackes), 1905 (Installation des ersten Fernsprechers), 1908 (Bau einer Wasserleitung), 1913 (Stromanschluss durch das Elektrizitätswerk Siegerland), 1953 (im Gasthof Dittmann wurde das erste Fernsehgerät aufgestellt), 1960 (Bau einer neuen Grund- und Volksschule [Auflösung im Jahre 1971]), 1972 Einrichtung des Kindergartens in der ehemaligen Schule.

Es folgte in den weiteren Jahren der Ausbau des Bürgerhauses mit Jugendräumen, die Schaffung von Baugebieten sowie die Errichtung der Franziskuskapelle. Von entscheidender Bedeutung für die zukunftsorientierte und nachhaltige Dorfentwicklung in Steineroth war der Beschluss "Lokale Agenda 21" durch den Ortsgemeinderat im Jahre 2000. Hieraus resultieren viele erfolgreiche Maßnahmen, die durch das mittlerweile neuerstellte Dorferneuerungskonzept ergänzt und in vielfältiger Weise fortgeführt werden. Ein Projekt ist u.a. die im Jahre 2002 geschlossene und unterzeichnete Partnerschaft mit der tschechischen Gemeinde Zadni Treban, die durch ständigen Kontakt und jährliche Besuche aktiv gelebt wird.

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