Holzabfuhr über Straßen der Stadt Betzdorf und der Ortsgemeinde Scheuerfeld

Holzabfuhr über Straßen der Stadt Betzdorf und der Ortsgemeinde Scheuerfeld

Wie aus den Medien bekannt, ist es in diesem Jahr zu massivem Schädlingsbefall auch in unseren heimischen Wäldern gekommen. Dies führt dazu, dass Baumbestände in bislang kaum bekanntem Ausmaß gefällt und anschließend auch aus dem Wald entfernt werden müssen. Davon betroffen ist in massivem Maße auch der Baumbestand der Bruche-Scheuerfelder Haubergsgenossenschaft, die sich, wie viele, große Sorgen um den heimischen Baumbestand in unseren Wäldern macht.

So mussten in den vergangenen Wochen bereits viele Festmeter Holz gefällt werden. Nun muss der gefällte Bestand möglichst zeitnah aus den Wäldern geschaffen werden. Dies geht, so Konrad Theis, Vorsteher der Bruche-Scheuerfelder Haubergsgenossenschaft, nicht ohne Kooperation mit vielen Beteiligten. In diesem Falle handelt es sich bei den Beteiligten um die Anlieger von Gemeindestraßen, die sonst kaum vom LKW-Verkehr betroffen sind. Es gibt nämlich in einem bestimmten Bereich des Bruche-Scheuerfelder Haubergs keine andere Abfuhrmöglichkeit. Es handelt sich um das Waldstück oberhalb der Born- und Waldstraße in Scheuerfeld. So rollen bereits seit vergangener Woche LKW mit Holzladung über die Straßen. Laut Konrad Theis wurde extra darauf geachtet, dass es sich nicht um die ganz großen LKW mit Sattelzug handelt, da diese den Anliegern kaum zuzumuten seien. Bis Ende des Jahres müsste aber mit einer erhöhten Abfuhrtätigkeit in der Bornstraße sowie der nachfolgenden Straßen in Scheuerfeld in Richtung K 106 und auch in der Waldstraße, die für diesen Zweck für den LKW-Verkehr freigegeben wird, gerechnet werden.

Stadtbürgermeister Benjamin Geldsetzer (Betzdorf) und Ortsbürgermeister Harald Dohm (Scheuerfeld) appellierten an die Anlieger der betroffenen Straßen. Es handle sich für den deutschen Wald und auch für die Haubergsgenossenschaft um eine Ausnahmesituation. Selbstverständlich sei man von allen Seiten bestrebt, die Belästigungen durch den LKW-Verkehr so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund habe man auch die Waldstraße für den LKW-Verkehr geöffnet, damit dadurch ein zusätzlicher Weg geschaffen und so die Belastung in der Bornstraße gemindert werden könne. Man sei selbstverständlich weiter auf der Suche, andere Abfuhrwege zu schaffen, was sich aber aufgrund der bestehenden Örtlichkeiten als sehr schwierig herausstelle. Man sei jetzt unweigerlich auf das Verständnis der Anlieger, deren Belange man nach Möglichkeit berücksichtigen werde, angewiesen.

 

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