Mit Bergkittel, Grubenlampe und Häckel zur Hochzeit unter Tage

Mit Bergkittel, Grubenlampe und Häckel zur Hochzeit unter Tage

Mit Bergkittel, Grubenlampe und Häckel zur Hochzeit unter Tage

Eine echte Bergmannshochzeit fand am Pfingstsamstag 2017 unter Tage in Steinebach statt. Die alte Pulverkammer im Besucherbergwerk "Grube Bindweide" dient seit Jahren als offizielles Trauzimmer. So auch in der jetzigen Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain. Mit der Grubenbahn ging es ebenerdig in den Berg, wo bis 1931 nach Erz und Eisen gegraben wurde. 50 Meter unter der Erdoberfläche wurden dort bereits einige Ehen geschlossen, dabei handelte es sich um Brautleute verschiedenster Herkunft und Berufe.

So war es eine besondere Ehre, dieses Mal einen Vertreter des Bergmannsstandes begrüßen zu dürfen: Ralf Hölzgen aus Girod im Westerwaldkreis kam im schwarzen Bergkittel mit Häckel und Grubenlampe und fuhr zusammen mit Christiane Boller und einer ca. 30köpfigen Gesellschaft ein: „Der Westerwald mit seinen Gruben ist mein Heimatrevier“.

Für Standesbeamtin Claudia Pirec war es eine Premiere. Im Rahmen der Fusion war es ihre erste Trauung unter Tage: 450 m tief unter der Erde nahm sie den Beiden das Ja-Wort ab. Als Erinnerungsgeschenk an diese Trauung durften sich die Brautleute über verschlungene eiserne Herzen freuen, die auf dem Amboss der Grubenschmiede angefertigt wurden. Zum Abschluss wurde nach Bergmannstradition das Steigerlied zusammen gesungen.

Foto: Joachim Weger

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