Das Wappen der Ortsgemeinde Grünebach

Das Wappen der Ortsgemeinde Grünebach

Von blau über silber durch grün-silber-grün-silberne Wellenfäden schräggeteilt, oben goldene Hammer und Schlägel, unten schwarzer Glockenturm mit goldener Glocke.

Grundsätzlich wurden in dem Grünebacher Wappen mehrere Elemente vereinigt, die eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart schlagen und die für die Gemeinde eine Bedeutung haben. Ein Schöffe, Michel zu Grünebach, hat 1576 die Freusburger gräfliche Kanzlei bewegen können, „der unsrigen Gemein die Läutung der Dorfglocke zu verstatten“. Im Jahre 1746 wurde das Läuterecht schriftlich festgelegt und 1749 vom Amt Freusburg als Glockenbrief anerkannt und besiegelt. Die Glocke hing auf dem Hirtenhaus welches 1704 abgerissen wurde. Das neu erbaute Haus in der Ortsmitte hat noch heute seinen Glockenturm. Noch währt die Tradition fort, die Dorfglocke dreimal täglich sowie bei besonderen Anlässen zu läuten. Somit wurde der „Glockenturm“ und die „Dorfglocke“ als zentraler Mittelpunkt im Grünebacher Wappen berücksichtigt. Von 1478 bis 1825 war die Alt-Grünebacher Eisenhütte, deren Betriebsgelände zur Hälfte auf Grünebacher und zur anderen Hälfte auf Alsdorfer Gelände stand in Betrieb. Die Hütte gehört bis 1742 den jeweiligen Landesherren. In der Zeit von 1738 bis 1963 ist die Neu-Grünebacher Eisenhütte an der Heller bezeugt. Viele Grünebacher haben sich in dieser Zeit „Off dä Hödde“, in dem umliegenden Erzstollen, bei der Herstellung von Holzkohle in den Haubergen und beim Transport der Materialien ihr täglich Brot verdient. Die Grünebacher Hütte florierte bis kurz nach dem 2. Weltkrieg. Dann begann im Siegerland das Bergwerk- und Hüttensterben. So wurde auch die Grünebacher Hütte im Jahre 1963 geschlossen. Der historische Hochofen mit Raugemäuer wurde damals glücklicherweise nicht abgebrochen und ist heute noch zu besichtigen. Die Bedeutung dieses Industriezweiges für Grünebach symbolisieren rechts oben im Wappen, Schlägel und Eisen mit gekreuzten Stielen in Gold auf blauem Feld. Neben der „Hütte“ hatte der Wald, die Haubergsgenossenschaft und die Bodennutzung durch Landwirtschaft eine zentrale Bedeutung für Grünebach. In der Tallage der Gemeinde fließt der „Hellerfluß“. Er war von sehr großer Bedeutung, da die durch Wasserkraft erzeugte Energie für das Hüttenwesen verwendet wurde. Berücksichtigt wird der Fluss im Wappen, wo er symbolisch von oben links nach unten rechts durch „das Wappen fließt“.

Wappen_Grünebach

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