Wasserhärte

Wasserhärte

Wasserhärte

Spülmaschineneinstellung, Waschmittelgebrauch, Kalkablagerung und Co.

Wie hart ist unser Wasser? Kalk: igitt?

Der Begriff Wasserhärte sagt aus wie stark die lebenswichtigen Mineralien Calcium (Baustoff für Knochen und Zähne, wichtig zur Blutgerinnung) und Magnesium (wirkt auf Nerven und Muskulatur) im Wasser enthalten sind.

Ebenso wirkt sich der Kalkanteil auf den Geschmack des Wassers aus; dies wissen besonders Teetrinker und Genießer von kühlem Trinkwasser einzuschätzen.

Kalk- oder Kesselstein bildet sich erst, wenn das Wasser auf über 60 °C erhitzt wird.
Durch unser weiches Wasser haben wir damit wenig Ärger. Sollte sich im Laufe der Zeit aber doch etwas Kalk auf Armaturen oder z. B. in der Kaffeemaschine zeigen, helfen schon die natürlichen Essig- oder Zitronensäuren.

Kalkablagerungen im Rohrleitungssystem haben den Vorteil, als Schutzschicht zu verhindern, dass die Leitungen angegriffen werden und dadurch Metalle ins Trinkwasser gelangen.

Für eine richtige Dosierung von Waschmittel und Maschinenspülmittel ist es wichtig zu wissen, welchen Härtegrad das Wasser hat.

Wasser wird unterteilt in 3 Härtebereiche:

°dH

        mmol/l

weich

 weniger als 8,4

     weniger als 1,5

mittel

   8,4 -14

   1,5 - 2,5

hart

   mehr als 14

   mehr als 2,5

°dh = Deutsche Härtegrade

mmol/l = Millimol Calciumcarbonat je Liter
Unser Wasser liegt mit 5,0 °dH bzw. 0,9 mmol/l im Härtebereich weich (Jahresdurchschnitt 2015).

„Viel hilft viel“ lautet oft die Devise, aber:

Überdosierung

  • ist unnnütz,
  • kostet unnötig Geld und
  • schadet Gewässern.


Geschirrspülmittel
Gebrauchsanweisungen lesen ist nicht Jedermanns Sache, doch hier unumgänglich um eine korrekte Einstellung vorzunehmen.
Die Zugabe von Salz ist bei uns meist nicht erforderlich.

Waschmittelhersteller orientieren sich bei ihren Empfehlungen jeweils an der Obergrenze der Härtebereiche; die Angaben gelten für stark verschmutzte Wäsche.

Vollwaschmittel? - Feinwaschmittel?
Bevorzugt werden sollte Feinwaschmittel, da es die Gewässer weit weniger belastet als Vollwaschmittel.
Der 60 °C-Waschgang reicht für normal verschmutzte Wäsche aus. Zum Schutz der Waschmaschine ist jedoch hin und wieder ein 90 °C-Waschgang empfehlenswert.

Weichspüler
beinhalten kationische Tenside, die in Kläranlagen nicht vollständig beseitigt werden können und daher die Gewässer belasten.
Daher sollte auf die Verwendung verzichtet werden, zumal die Wäsche dadurch weniger saugfähig wird und bei Trocknung im Wäschetrockner keine zusätzliche Weiche erzielt wird.
Luftgetrocknete Wäsche wird durch kurzes Zusammendrücken wieder weicher.

Trinkwasserenthärtungsanlagen
sind für unser weiches Wasser völlig ungeeignet, weil völlig überflüssig. Eine sinnvolle Anwendung ergibt sich erst im Härtebereich "hart" - und dann auch nur für die Warmwasserbereitung.

Close