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Trinkwasserversorgung kritischer Stand


Trinkwasserversorgung in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain erreicht kritischen Stand

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit, der ausbleibenden Niederschläge und des dadurch stark gesunkenen Grundwasserspiegels im Versorgungsgebiet der Alt-Verbandsgemeinde Gebhardshain hat die Trinkwasserversorgung eine kritische Situation erreicht.

Eine vollständige Versorgung dieses Gebietes mit Trinkwasser aus den Tiefenbrunnen auf dem Elkenroth-Weitefelder Hochplateau ist  derzeit nicht mehr möglich. Daher werden die Ortsgemeinden Steineroth, Molzhain, Kausen und Elben sowie Teile der Ortsgemeinde Dickendorf bereits über eine Notleitung zum Hochbehälter Dauersberg mit Trinkwasser aus dem Versorgungsnetz des Zweckverbandes Wasserversorgung Kreis Altenkirchen (WKA) versorgt. Die Füllstände der Talsperren, aus denen der WKA das Trinkwasser gewinnt, insbesondere auch für den gesamten Versorgungsbereich der Alt-Verbandsgemeinde Betzdorf, sind aktuell noch nicht besorgniserregend.

Auf Hitze und Trockenheit haben wir keinen Einfluss. Jeder Einzelne  kann aber seinen Beitrag leisten, um den bei dieser Wetterlage extrem hohen Wasserverbrauch etwas zu senken.

So haben die Ortsgemeinden und Sportvereine als Träger bzw. Nutzer der Sportanlagen die notwendigen Wassermengen zur Erhaltung der Sportplätze bereits auf ein Mindestmaß reduziert. Dennoch werden im Bereich der Alt-Verbandsgemeinde Gebhardshain  täglich rd. 110 Kubikmeter Trinkwasser für die Beregnung der Rasenplätze benötigt. Diese Wassermenge entspricht dem durchschnittlichen täglichen Trinkwasserverbrauch in der Ortsgemeinde Malberg. Im Bereich der Alt-Verbandsgemeinde Betzdorf werden täglich rd. 290 Kubikmeter Trinkwasser zur Bewässerung der Rasenplätze verwendet. Dies entspricht dem täglichen Trinkwasserverbrauch in den Ortsgemeinden Grünebach und Scheuerfeld zusammen.

Verschärft wird die Situation zusätzlich durch eine Allgemeinverfügung der Kreisverwaltung Altenkirchen. Diese untersagt die Wasserentnahme aus den von der Trockenheit besonders betroffenen Gewässern, so dass z. B.  in Alsdorf und Grünebach die Beregnung der Sportplätze zurzeit nicht mehr aus fließenden Gewässern erfolgen kann.

Alle Bürger werden eindringlich gebeten,  zum Schutz der Trinkwasserversorgung beizutragten. Auf das Befüllen privater Pools und Schwimmteiche sollte aktuell verzichtet werden und das Bewässern privater Garten- und Rasenflächen sollte auf das absolut notwendige Maß reduziert werden.

Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung hat oberste Priorität. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und muss auch in Zeiten anhaltender Trockenheit für alle Bürgerinnen und Bürger in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Auch kleine Maßnahmen im privaten Bereich, wie z. B. vermehrte Regenwasserrückhaltung in Zisternen oder Regentonnen zur Gartenbewässerung, der Einbau von Filteranlagen in Pools zur Vermeidung eines häufigen Wasserwechsels u. ä., sind hilfreich.

Bedingt durch den Klimawandel werden längere Trocken- und Hitzeperioden in den kommenden Jahren vermehrt auftreten. Deshalb heute schon an morgen denken und mit dem Lebensmittel Trinkwasser sorgsam und sparsam umgehen.