Energiespartipps


Energiespartipps

Ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und die von russischer Seite zuletzt deutlich reduzierten Gaslieferungen, muss Deutschland seinen Gasverbrauch noch schneller und deutlicher verringern. Andernfalls kann im kommenden Winter ein Engpass bei der Gasversorgung eintreten, der weitreichende Folgen für unsere Wirtschaft und persönliche Lebensweise hätte.

Daher ist es ratsam bereits jetzt konkrete Sparmaßnahmen umzusetzen.

Sowohl in öffentlichen Gebäuden als auch in privaten Haushalten sowie in Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Industrie wird überwiegend Gas zur Erzeugung von Wärme eingesetzt. An der Stromerzeugung hat Gas nur einen vergleichsweise geringen Anteil.

Was den akuten Gasversorgungsengpass betrifft, sind also vor allem Gasheizungen in den Fokus zu nehmen. Auf der Internetseite der Bundesnetzagentur finden Sie tagesaktuelle Informationen zur Lage der Gasversorgung in Detuschland.

 

Auf folgenden Internetseiten finden Sie umfangreiche Tipps zum Energiesparen

 

Im Folgenden sind konkrete Maßnahmen, die auf den genannten Portalen empfohlen und dort näher beschrieben werden aufgelistet:

 

Heizung

  • Heizungsrohre dämmen
  • Heizkessel tauschen
  • Hydraulischer Abgleich (Heizung richtig einstellen/optimieren)
  • Heizungspumpen tauschen (Effizienzpumpen sparen 90 % Energie)
  • Warmwasserspeicher dämmen
  • Vorlauftemperatur nachts drosseln
  • Warmwasser-Zirkulationspumpe mit Zeitschaltuhr regeln oder bei kurzen Leitungswegen ganz abschalten
  • Heizanlage regelmäßig warten lassen
  • Wärmemengenzähler installieren
  • Heizungsanlage modernisieren oder gegen emissionsfreie Heizung wie z.B. Wärmepumpe  tauschen (macht am meisten Sinn bei gut gedämmten Gebäuden, deshalb insbesondere ältere Gebäude ggf. erst dämmen)
  • Solarthermie installieren

 

Heizen und Lüften

  • Heizthermostat richtig einstellen, ggf. programmierbare Thermostate installieren
  • Heizkörper entlüften
  • Heizkörper nicht zubauen/zustellen (Wärmestau vermeiden)
  • Wärme reflektieren (Aus physikalisch-strategischen Gründen sitzen viele Heizkörper an der Innenseite der Außenwände. Sie heizen so auch das Mauerwerk unnötigerweise mit auf, was Heizkosten verschwendet. Deshalb lässt sich mit einer handelsüblichen, meist selbstklebenden Reflexionsfolie für ein paar Euro, die zugleich dämmend wirkt, einiges an Heizkosten sparen, wenn diese an der Wand hinter dem Heizkörper angebracht wird. Die Folie reflektiert die Wärmestrahlen, die so dem Innenraum zu Gute kommen.)
  • Nur die Zimmer heizen, die benötigt werden, Zwischentüren schließen
  • Nur die unbedingt nötige Temperatur einstellen. (1° weniger spart ca. 6% Gas/Heizöl)
  • Ggf. angemessene, warme Kleidung tragen
  • Bei längerer Abwesenheit Heizung herunterstellen, Räume allerdings nicht auskühlen lassen
  • Stoßlüften statt Kipplüften
  • Fenster während der Heizperiode nachts schließen

 

Gebäude

  • Rollläden, Jalousien, Plissees, Vorhänge schließen (Dämmeffekt)
  • Undichte Fenster, Türen und Tore abdichten
  • Rollladenkästen dämmen
  • Heizkörpernischen dämmen
  • Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster, Türen, Tore) dämmen / tauschen
  • Beleuchtung auf LED-Leuchtmittel umstellen, im Garten Solarlampen verwenden
  • Licht nicht unnötig anlassen
  • Photovoltaikanlage auf dem Dach installieren und/oder einzelne Photovoltaik-Module (sogen. Balkon-PV) zur Stromerzeugung nutzen

 

Küche

  • Zum Kochen kleine Töpfe und Deckel verwenden, damit Hitze nicht nach oben entweicht
  • Gemüse mit wenig Wasser dampfgaren (es gibt Einsätze für vorhandene Kochtöpfe)
  • Erhitzung größerer Wassermengen im Wasserkocher statt auf dem Herd
  • Luftsprudler/Durchflussbegrenzer am Wasserhahn montieren
  • Geschirrspüler im Eco-Modus spart gegenüber Handwäsche ca. 50% Energie und 30% Wasser
  • Auf Vorheizen des Backofens verzichten
  • Backen mit Umluft spart ca. 15% Energie gegenüber Ober- /Unterhitze
  • Wäsche mit niedrigerer Temperatur waschen
  • Trockner vermeiden. Wäsche wann immer möglich an der Luft trocknen. Sonst vorher mit hoher Drehzahl schleudern.

 

Bad

  • Duschen statt Baden (1 Bad entspricht etwa 3 x Duschen)
  • Duschzeit verkürzen
  • Wassertemperatur reduzieren
  • Seltener duschen (es genügt auch mal, sich mit einem feuchten Waschlappen zu reinigen)
  • Spar-Duschkopf/Luftsprudler/Durchflussbegrenzer  verwenden
  • Beim Einseifen Wasser abstellen
  • Beim Zähneputzen Wasser abstellen

 

Elektrische Geräte

  • Nur wirklich nötige Geräte kaufen
  • Stromlose Alternativen prüfen
  • Standby-Funktionen nachts bzw. bei längeren Pausen abschalten. Dazu z.B. schaltbare Mehrfachstecker verwenden, idealerweise mit Masterslave-Funktion, die automatisch alle Peripheriegeräte abschaltet, sobald das Hauptgerät (Master) ausgeschaltet wird.

 

Sonstiges

  • Nutzung von Heizstrahlern, Flammenwerfern und Laubbläsern vermeiden

 

Hinweise für Unternehmen, Behörden, Vereine, etc.:

  • Teilnahme am Klima-Coach der Energieagentur RLP, einem Online-Tool, welches Nutzer auf Möglichkeiten des CO₂-Sparens im Büro, zu Hause oder bei Freizeitaktivitäten hinweist. Empfohlen für Behörden, Unternehmen, Vereinen etc.
  • WEKA-Media: Energieeinsparpotenziale im Unternehmen

Für viele der genannten Maßnahmen gibt es auch Fördergelder, die Sie über folgende Seiten finden können. In der Regel kennen sich aber auch von Ihnen zu beauftragenden Firmen mit den aktuellen Fördermöglichkeiten gut aus. Wichtig: Die Förderung muss zuerst bewilligt sein, bevor der Auftrag vergeben wird.