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Besuch bei Krifft & Zipsner: Technologie aus Steinebach bewegt die Verpackungswelt


Wer im Supermarkt zu einer Müslipackung, zu Reis oder zu einer Backmischung greift, ahnt meist nicht, welche Technik hinter der Produktion und Logistik solcher Verpackungen steckt. Ein erheblicher Teil dieser Verpackungen hat zuvor Anlagen passiert, die im Westerwald entwickelt wurden – genauer gesagt im Industriegebiet von Steinebach an der Sieg.

Davon konnten sich Vertreter der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain und des Kreises Altenkirchen bei einem Unternehmensbesuch ein Bild machen. Gemeinsam mit Landrat Dr. Peter Enders, Bürgermeister Joachim Brenner, Ortsbürgermeister Thorsten Schneider  sowie Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftsförderung informierte sich die Delegation vor Ort über die Entwicklung der Krifft & Zipsner GmbH, einem international tätigen Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Steinebach.

Das Unternehmen zählt heute zu den weltweit führenden Herstellern von Stapelwendern sowie Transport- und Fördersystemen für die Druck- und Verpackungsindustrie. Seit mehr als drei Jahrzehnten entwickelt und produziert Krifft & Zipsner Anlagen, die weltweit in hochautomatisierten Produktionslinien eingesetzt werden – etwa bei internationalen Branchenführern wie Bobst, Heidelberger Druckmaschinen oder Koenig & Bauer.

Vom Handwerk zum internationalen Geschäft

Geschäftsführer René Eberz kennt das Unternehmen aus allen Perspektiven. Seine berufliche Laufbahn begann einst als Werkzeugmacher – heute steht er an der Spitze eines Maschinenbauunternehmens, dessen Anlagen rund um den Globus im Einsatz sind. Die Systeme aus Steinebach sorgen dafür, dass Palettenstapel gewendet, transportiert oder automatisiert weiterverarbeitet werden können. Diese Technik bildet eine wichtige Schnittstelle zwischen Druckmaschinen, Weiterverarbeitung und Logistik. Weltweit wurden inzwischen mehrere tausend Anlagen aus dem Westerwald ausgeliefert.

Wachstum mit Augenmaß

Das Unternehmen beschäftigt heute rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter auch Auszubildende. Die vergangenen Jahre waren von starkem Wachstum geprägt.

Technischer Leiter Frank Schmidt machte im Gespräch deutlich, dass eine solche Entwicklung auch Herausforderungen mit sich bringt. Wachstum müsse organisiert, Strukturen müssten angepasst werden – gleichzeitig sei es wichtig, wirtschaftliche Stabilität und Qualität zu sichern. Inzwischen sei wieder ein gutes Verhältnis zwischen Umsatz und Ertrag erreicht.

Mit Blick auf die Zukunft setzt das Unternehmen verstärkt auf Automatisierung, Serviceangebote und internationale Präsenz. Gerade in Nordamerika sieht die Geschäftsführung weiteres Potenzial, da viele Produktionsprozesse dort noch weniger automatisiert sind als in Europa.

Innovation aus dem Westerwald

Neben der Entwicklung neuer Anlagen wächst auch der Servicebereich kontinuierlich. Wartung, Beratung und technische Unterstützung vor Ort werden für internationale Kunden zunehmend wichtiger. Ziel ist es, diesen Bereich künftig zu einem zentralen Bestandteil des Unternehmens auszubauen.

Die Innovationskraft des Unternehmens blieb auch außerhalb der Branche nicht unbemerkt: Krifft & Zipsner wurde jüngst als „Business Innovator“ ausgezeichnet – eine Anerkennung für technologische Entwicklung, unternehmerische Dynamik und nachhaltige Zukunftsstrategien.

Starke Wirtschaft vor Ort

Für die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain ist das Unternehmen ein eindrucksvolles Beispiel für die Stärke des regionalen Mittelstands.

Bürgermeister Joachim Brenner betonte beim Besuch die Bedeutung solcher Betriebe für die Region: Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden Fachkräfte aus und tragen dazu bei, dass industrielle Wertschöpfung auch im ländlichen Raum erhalten bleibt.

Landrat Dr. Peter Enders zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt:

Unternehmen wie Krifft & Zipsner belegten, dass sich inhabergeführte Mittelständler aus dem Kreis Altenkirchen auch im internationalen Wettbewerb behaupten können.

Mit innovativer Technik, hoher Fertigungstiefe und einem engagierten Team entsteht in Steinebach ein Stück Industriekompetenz, das weit über die Region hinaus Wirkung entfaltet – bis hinein in die globalen Lieferketten der Verpackungsindustrie