Aktuelles

aktuelle pressemitteilungen


Regina Brühls Fotografien machen Heimat im Rathaus sichtbar. (v.l. Stadtbürgermeister Johannes Behner, Regina Brühl und Bürgermeister Joachim Brenner)

Fotografien von Regina Brühl lassen im Betzdorfer Rathaus Heimat lebendig werden


25 Fotografien der Wallmenrother Fotografin Regina Brühl verschönern seit Kurzem das Rathaus und eröffnen Besuchern wie Mitarbeitern einen vielschichtigen Blick auf die Verbandsgemeinde Betzdorf Gebhardshain. Es sind Bilder, die nicht dekorieren wollen, sondern erzählen. Für Bürgermeister Joachim Brenner, Verwaltungschef der Verbandsgemeinde, ist die Präsentation weit mehr als eine ästhetische Aufwertung. Die Fotografien verdichten das, was unsere Region ausmacht. Historie und Gegenwart, Landschaft und Arbeit, Wandel und Kontinuität. Brenner spricht von modernen Augenblicken jüngster Geschichte, eingefangen mit einem Blick für das Wesentliche. Die Motive stammen aus unterschiedlichen Jahren und Jahreszeiten und ergeben gerade dadurch ein stimmiges Gesamtbild. Wer durch das Rathaus geht, durchschreitet gewissermaßen die Vielfalt der Verbandsgemeinde.

Auch Stadtbürgermeister Johannes Behner hebt diesen identitätsstiftenden Charakter hervor. Die Bilder seien in der gesamten Verbandsgemeinde verortet und ermöglichten es vielen Menschen, sich mit ihnen zu identifizieren. Kunst sei immer auch Geschmacksfrage, doch Fotografie habe die besondere Kraft, Heimat unmittelbar erfahrbar zu machen. Der enge Bezug der Motive zum Verwaltungsgebäude unterstreicht diesen Gedanken. Das Rathaus wird so selbst Teil der erzählten Geschichte. Regina Brühl, die die 25 Fotografien der Verwaltung überlassen hat, blickt auf mehr als vier Jahrzehnte fotografischer Arbeit zurück. Aufgewachsen in Herdorf, wo ihr Vater Felix Löhr bereits analog fotografierte, wurde ihr das Sehen mit der Kamera früh vertraut. In den 1980er Jahren begann sie selbst mit der Sportfotografie, später kamen Makroaufnahmen hinzu. Ihre erste eigene Kamera war eine analoge Nikon F65, der schließlich der Wechsel zur digitalen Technik folgte. Unabhängig vom technischen Fortschritt ist die Haltung dieselbe geblieben. Fotografie ist für sie kein Hobby, sondern Teil ihres Lebens. Bilder besitzen Macht, weil sie Erinnerungen bewahren und Emotionen transportieren.

Diese Haltung spiegelt sich in den Arbeiten wider. Der Bergbau als prägende Kraft der Region findet ebenso seinen Platz wie die Eisenbahn, die Orte verband und Entwicklung ermöglichte. Auch der Zusammenschluss zur heutigen Verbandsgemeinde wird nicht ausgespart. Die Fusion ist sichtbar gelungen, ein gemeinsames Wir hat sich etabliertDie Fotografien von Regina Brühl machen dieses Selbstverständnis sichtbar, ohne es plakativ auszustellen. Sie laden zum Verweilen ein. Genau darin liegt ihre Stärke. Das Rathaus wird so zu einem Ort, an dem Verwaltung, Geschichte und gelebte Heimat auf stille Weise zusammenfinden